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INSPIRATION

Eine Begegnung mit der wandelnden Pluto-Kraft

"Eine der stärksten Kräfte, die uns wandelt und verändert, ist wohl die von Pluto. Hat er seine Finger im Spiel, lässt uns nichts mehr kalt. Er löst tiefe, leidenschaftliche und extreme Gefühle in uns aus. Mit seiner Leidenschaft zündet er die Leidenschaften in uns. Wie immer diese auch aussehen mögen, Plutos Ausdruckformen sind vielschichtig und immer intensiv. Nicht selten wählt er dafür die Sexualität als Platz, um uns mit seiner wandelnden Kraft zu verbinden.

Seichtes Geplänkel und Grautöne mag er nicht. Pluto geht immer aufs Ganze, er will alles oder nichts, seine Welt ist schwarz oder weiss. Er sucht Tiefe und Extreme, die sind jedoch nicht an der Oberfläche zu finden. Als Gott der Unterwelt und Herrscher über das Unsichtbare führt uns Pluto in die verborgensten Winkel unserer Seele, mit der Absicht wieder mit unseren Tiefen in Kontakt zu gelangen und auch unsere dunklen Seiten anzuschauen. Manchmal steigen wir aus Lust, nicht selten jedoch auch aus Schmerz und Ohnmacht in seine Welt ab und wagen den Schritt ins dunkle Ungewisse, um das Unsichtbare, das Verborgene, das Unbewusste zu ergründen und zu erforschen.

Unser erster Impuls, wenn Plutos Kräfte wirken, ist oft, sich auf die Seite Saturns zu stellen, d.h. abwehren, Widerstand leisten, verdrängen, zwanghaft an der Realität und an dem für uns noch Fassbaren festzuklammern. Eine natürliche Reaktion; nur vertreiben wir damit die gestaltende Kraft von Pluto nicht. Oder wir spielen das Spiel der Machtkämpfe auf die eine Art oder andere Art, als Opfer oder als Täter, bis ans Ende unserer Kräfte. Erst wenn wir uns der Krise, dem Chaos und dem Zusammenbruch stellen, unsere aufgeplustertes Ego und die längst überfälligen Formen unseres Seins sterben lassen, finden wir jedoch wirklich zu Plutos Reichtum. Erst dann offenbart Pluto uns seine ungeheure psychische Energie und lässt uns, seiner erneuernden Kraft bemächtigt, als Phönix aus der Asche erheben und in ein neues Dasein schreiten.

Pluto, als Gott des Totenreiches und Herr über alles, was unter der Erde ist, ist auch der Herr der Schätze, die in der Erde verborgen liegen und die die Erde hervorbringt. So glaubte man früher, dass er wie Persephone und Demeter die Ähren wachsen lässt. Als Herr dieser möglichen Fülle hat er das Füllhorn zum Zeichen. In seinem Interesse ist, dass auch wir in uns die wahren Schätze finden. Hat man sich auf den Tanz mit Pluto eingelassen, was früher oder später der Fall sein wird, wirkt er als eine der ehrlichsten Kräfte. Er reisst nur das nieder, was längst überfällig und zur Maske erstarrt ist. Was wahrlich zu uns gehört, wird auch nach seiner Aufräumarbeit noch vorhanden sein.

Einfach ist es mit Pluto nicht, aber langweilig wird uns mit ihm sicher nie. Pluto ist der Lebenstrieb der Natur, der (über)leben will, dazu ist Wandel notwendig. Ein in die Erde gelegter Same muss auch seine Form als Same aufgeben, um zur blühenden Pflanze zu werden." Eveline Rufer, Astrologin

Im Rahmen des Veranstaltungs-Zyklus Planetenkräfte zeigt Margrith Bader ihre Planeten Mandalas, die sie auf schamanischen Reisen empfangen hat. Ich danke Margrith ganz herzlich, dass sie mir ihre Bilder für www.raum18.ch zur Verfügung gestellt hat.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 11-Jan-2005